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| "Barockwunder Brandenburgs" nennt man die 1268 vom Meißner Markgrafen Heinrich dem Erlauchten gegründete Klosteranlage in Neuzelle. Aber ein Wunder ist das nördlichste Zeugnis süddeutschen und böhmischen Barocks in Europa keineswegs: Die Zugehörigkeit Neuzelles zur Niederlausitz und damit zu den Königreichen Böhmen und Sachsen verhinderten eine Auflösung des Klosters im Zuge der Reformation und führten im 17. und 18. Jahrhundert zur barocken Überarbeitung der Anlage. Künstler aus südlicheren Ländern wie der Freskenmaler Giovanni Vanetti aus Italien oder der schlesische Maler Georg Wilhelm Neunhertz schufen in den beiden Neuzeller Kirchen eine beeindruckende barocke Bilder- und Geschichtenwelt im Geiste der Gegenreformation. Nach umfangreichen Bau- und Renovierungsarbeiten präsentiert sich die Klosteranlage in neuem, alten Glanz. Sie gilt heute als eine der wenigen vollständig erhaltenen Klosteranlagen Deutschlands und Europas. Unser Audioguide führt Sie durch das Herz und das älteste Bauwerk der Klosteranlage: den spätgotischen Kreuzgang. In drei Sprachen erhalten Sie spannende Einblicke in die Klostergeschichte und das Leben und Wirken der Zisterzienser. Dabei erfahren Sie wie aus der mittelalterlichen „Klausur“, in die unerwünschten Besuchern oft handgreiflich der Eintritt verwehrt wurde, in der Barockzeit ein regionales Zentrum für Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur entstand, das noch heute genutzt wird. |
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